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Laura Messner, Studentin Animation/Effects Producing

Was hast du vorher gemacht (Studium, Ausbildung, Erfahrung durch Jobs und Praktika)?

Ich habe direkt nach meinem Abitur 2013 in Wien angefangen Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien zu studieren. 2016 habe ich mit einem Bachelor of Arts abgeschlossen. Obwohl das Studium sehr theoretisch war, gab es zwischen durch doch einige „praktische“ Kurse, in denen wir kurze und längere Kameraübungen machen mussten. Dabei habe ich, ohne zu wissen wie man diese Funktion benennt, immer die Rolle der Producerin eingenommen. Auch parallel zu meinem Studium habe ich einige Praktika gemacht, z.B. in einer Eventagentur in Istanbul, wo ich die Produktionsassistenz übernommen habe. Ebenso neben dem Studium habe ich in New York einen einmonatigen 3D Animationkurs an der New York Filmacademy besucht. Nach meinem Studium wollte ich testen ob Produktion wirklich etwas Langfristiges für mich sein könnte, also habe ich in der Inhouse Produktionsfirma der Werbeagentur BBDO in Düsseldorf angefangen und habe dort ein Jahr lang als Production Assistent / Junior Producer gearbeitet.

Was hat dich am AEP-Studium gereizt?

Ich hatte schon immer eine Passion für Animationsfilme und war jedes Mal begeistert, wenn ein neuer Film rausgekommen ist. Durch den Animationskurs in New York habe ich erst mitbekommen wie wahnsinnig komplex und aufwendig 3D Animation überhaupt ist. Natürlich war ich vollkommen fasziniert, aber musste leider feststellen, dass ich als Animatorin oder Modlerin oder Compositorin etc. nicht geeignet bin. Daher habe ich mir überlegt, warum nicht meine Faszination für Animation mit meiner aktuellen Beschäftigung des Producens kombinieren? Und das an der Filmakademie Baden-Württemberg! Was gibt es besseres?

Was ist das Besondere am Animationsinstitut?

Da ich den Quereinstieg (Einstieg nach dem 2. Jahr Grundstudium) in das AEP Studium gemacht habe, habe ich das Animationsinstitut glaube ich sehr anders aufgefasst als die Studenten aus dem Grundstudium. Ich kam aus der Arbeitswelt und hätte mir nichts Langweiligeres vorstellen können, wieder in die Theorie zu wechseln. Hier geht es ab dem ersten Moment im Projektstudium los! Es ist eine Art ins kalte Wasser geworfen zu werden, aber das war das Beste, was mir hätte passieren können. Selbstverantwortlich sich zurecht finden zu müssen und gleichzeitig Unmengen an neuen Dingen zu lernen, aber das alles in einem sicheren Rahmen. Das „Learning by doing“ – Prinzip wird hier ganz groß geschrieben und trotzdem ist immer jemand zur Stelle, wenn man Rückfragen hat oder sich unsicher ist.

Vom Online Game zum Animationsfilm: Ursa Minor belegte den 2. Platz im Filmwettbewerb des weltweit erfolgreichen Multiplayer Online Games Dota 2. Laura übernahm hier die Rolle der Producerin.

Wie sieht dein Studienalltag aus?

Mein Studienalltag variiert stark, je nachdem in welcher Phase meine Projekte gerade sind. Dementsprechend habe ich mehr oder weniger Teammeetings pro Tag. Zusätzlich kommen noch Mentoring Gespräche, die Diplomprojekte wahrnehmen können. Und dann natürlich noch Unterricht – die Menge davon variiert aber auch. Manchmal gibt es Tage, wo ich nur zu einem Termin kommen muss und den Rest kann ich mir freinehmen, aber es gibt auch viele Tage, an denen Meetings, Mentorings und Unterricht zusammenfallen, wo durch ich dann Abends lange noch im Büro sitzen muss, um Emails, Protokolle und To Do Listen abarbeiten zu können. Es gilt also durch und durch Selbstverantwortung den eigenen Alltag zu planen und somit das eigene Studium zu gestalten.

Was nimmst du aus dem Studium am AI im Allgemeinen/ dem AEP-Studium im Speziellen mit?

Tausend Dinge! Ich habe hier innerhalb kürzester Zeit so wahnsinnig viel gelernt, dass ich selbst nicht glauben kann, dass ich erst seit 1,5 Jahren hier studiere. Ich habe die Möglichkeit gehabt und habe sie jetzt noch ein weiteres Jahr mit vielen, sehr unterschiedlichen Menschen zusammen zu arbeiten und dadurch die unterschiedlichsten Situationen zu erleben. Ich habe die Chance bekommen die unterschiedlichsten Projekte zu produzieren! Ich glaube wenn ich sagen müsste, was ich speziell mitnehme vom Studium, dann würde ich sagen, dass ich nun wahnsinnig bestärkt bin in der Meinung, dass Animation und Effects Producing genau die richtige Wahl für mich ist.

Was machst du jetzt bzw. hast du nach dem Studium vor?

Ich habe noch ein Jahr, bis ich konkrete Pläne schmieden muss. Ich glaube bis dahin werde ich mir auch Zeit lassen! Ich weiß nur, dass ich offen wäre überall hinzuziehen, wenn es sich um einen tollen Job handelt!

Warum sollte man sich für das AEP-Studium am AI bewerben?

Es ist eine einmalige Erfahrung hier zu studieren! Egal welcher Bereich, wenn man es wirklich machen will, dann go for it!

Was empfiehlst du potentiellen Bewerber/Innen?

Einfach ausprobieren! Ich habe auch meine Bewerbung abgeschickt und habe niemals gedacht, dass ich auch nur zum Bewerbungsgespräch eingeladen werde. Wenn man die grundliegenden Bedingungen erfüllt, dann einfach bewerben. Man hat nichts zu verlieren und es kann ja sein, dass man es schafft!