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Juli 2019: Pipo

Wie würde sich ein Mensch verhalten (was macht er, was denkt er), der Jahre lang nur vom Fernseher erzogen wurde, und plötzlich wieder in die Wirklichkeit gezwungen ist? Der Stop-Motion-Film Pipo geht genau dieser Frage auf den Grund. Regisseur Eliott Deshusses erinnert sich gerne an die Zeit der Produktion zurück:

"Ich bin in Frankreich aufgewachsen und habe dort angefangen Animation zu studieren. Dort habe ich viel gelernt, dennoch hatte ich immer ein massives Problem mit der Pädagogikmethode. Acht Stunden Unterricht am Tag, Hausaufgaben, Noten, Anschiss und so weiter. So ist es einfach in Frankreich, von der ersten Klasse bis ins Studium muss gemacht werden, was die Lehrperson sagt, Punkt aus. Ich wusste, dass es in Deuschland anders läuft, aber ich hätte nie geahnt, dass eine solch erfolgreiche Schule wie die Filmakademie mit Freiheit, Vertrauen und Wohlwollen ihre Studierenden genauso weiterbringt, wie die besten französischen Schulen.

Als Quereinsteiger konnte ich fast sofort mit meinem Diplomfilm anfangen. Ich habe mich entschieden selber etwas zu schreiben und umzusetzen. Es war eine tolle Erfahrung den Film zu machen, aber auch eine große Herausforderung, nur dass diesmal meine Dozentinnen und Dozenten und die Akademiemitarbeitenden mich und mein Team unterstützt haben. Es sollte das normalste der Welt sein, dass es an einer Hochschule so läuft, aber für mich fühlte es sich an wie ein Segen, der vom Himmel gefallen war. So konnte Pipo entstehen."

Team:

Regie: Eliott Deshusses
Drehbuch: Eliott Deshusses
Producer: Anna-Louise Dietzel
Bildgestaltung/Kamera: Adrian Langenbach
Filmmusik: Florian Lipphardt
Sounddesign: Johannes Kunz
Ton: Alexander Rubin, Luis Schöffend
Schnitt: Florian Kläger
Szenenbild: Simon Schabert, Sophie Rekasowski, Marlen Grassinger, Josephine Borcherding, Bernhard Boehringer, Claudia Frank, Eva Kaldenbach, Verena Sprich, Marikarmen Kober, Fiona Auer
Produktion: Alexandra Stautmeister, Mareike Keller, Teymour Tehrani
Sprecher: Steffen Mueller, Ana Monte
Darsteller/Protagonist: Anselm Roser, Thomas Zerck, Paul Maresch, Amélie Tambour