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November 2018: Child

Diesen Monat tauchen wir in die schwarzweiße Welt von Child (Regie: Iring Freytag, Viktor Stickel, Linus Stetter | Producer: Paul Maresch, Iring Freytag, Viktor Stickel) ein. Welchen persönlichen Herausforderungen sich Iring und Viktor stellten, erzählen sie euch hier:

Child erzählt die Geschichte eines Kindes, das seine geborgene Hütte verlassen muss, um in der kalten Welt Feuerholz zu finden. Diese Suche wird zur Lebensaufgabe. So klingt die Synopsis des Kurzfilms, der im Juni 2016 am Animationsinstitut fertig gestellt wurde und in den letzten zwei Jahren auf Festivals um die Welt gereist ist.

Was sich in zwei Sätzen so einfach formulieren lässt, ist in der Tat ein Destillat aus 2,5 Jahren intensiver Arbeit. Welche inhaltlichen und technischen Hürden wir erfolgreich gemeistert haben, ist auf unserer Facebook-Seite bereits illustriert und dokumentiert. Doch das, woran wir gescheitert sind, haben wir bisher im Dunkeln gelassen: Child ist nämlich auch die Geschichte einer freundschaftlichen Beziehung, die durch dieses Projekt eine wesentliche Richtungsänderung erfahren hat.

Sie ist die Geschichte von drei Studierenden, die es sich als Diplomarbeit zur Aufgabe gemacht haben, gemeinsam einen Stoff für einen animierten Kurzfilm zu entwickeln und umzusetzen. Während eine gesunde Mischung aus Kompromiss und Egoismus die Ideenfindung belebten, geriet dieses Verhältnis in der Vorproduktion aus dem Gleichgewicht. Es folgten Vertrauensverlust und Zweifel. Wenn man also backstage geht, dann erzählt Child ganz nebenbei auch, wie sensibel und fragil solche gleichberechtigten, kollaborativen Prozesse sein können. Erst eine Trennung hat den Richtungswechsel eingeläutet und schließlich zur Fertigstellung des Films geführt. Am Ende aber sind beide Aspekte einer solchen Zusammenarbeit, die positiven als auch die negativen, untrennbar in diesem Projekt vereint. Denn erst durch diese Begegnung hat Child das Gesicht erhalten, das es heute hat.“