• A-
  • A+

Juni 2018: The Rise and Fall of Globosome

In The Rise and Fall of Globosome (Regie: Sascha Geddert | Producer: Philipp Wolf) schwebt in der Weite des Alls ein kleiner Kiesel, der von den außergewöhnlichsten Kreaturen bevölkert wird: Kleinen dunklen Kugeln, die anfangen, sich schnell zu vermehren und Zeichen von Intelligenz zu zeigen. Regisseur Sascha Geddert schildert uns diesen Monat, was ihn auf die Idee zu The Rise and Fall of Globosome brachte, wie der Film zu einem der ersten interdisziplinären Projekte des Animationsinstituts wurde und wie er Sascha den beruflichen Weg zu größeren Projekten ebnete.

"Die Idee zu Globosome kam mir im ersten Jahr der Filmakademie (2005). Zu der Zeit war das Thema Klimawandel noch kaum in den Medien vertreten (das änderte sich erst mit Al Gores Film “Eine unbequeme Wahrheit”) - Ich wollte einen künstlerischen Beitrag dazu leisten, das Thema publik zu machen. Mein Plan war es, die Geschichte eines Planeten zu zeigen, auf dem erst Leben entsteht, welches jedoch bei seiner Technologisierung immer mehr Ressourcen frisst, bis es schließlich in sich zusammenbricht und Platz für Neues schafft. Dabei sollten weniger einzelne Charaktere, sondern vielmehr der Planet sowie die Masse an Lebewesen im Vordergrund stehen.

Nach einer kleinen Übung in der Filmgestaltung 1 (inklusive Interviews mit Klimaforschern) sollte es bis zu meinem Diplomjahr (2011) dauern, bis ich mich der Idee mit Animatics richtig widmen konnte. Nachdem ich ungefähr ein halbes Jahr an dem Film gearbeitet hatte, kam die Idee auf, einen FMX-Trailer (2012) aus dem Stoff zu machen sowie ein Spiel für Apple iOS Geräte. Für das Spiel fanden sich Studenten der Interaktiven Medien sowie Motion Design zusammen. Globosome war damit eines der ersten medienübergreifenden Projekte der Filmakademie. Mittlerweile gehört diese Verbindung (z. B. bei den ITFS-Trailern) zum festen Curriculum. Da der Film auch noch stereoskopisch umgesetzt wurde, dauerte das ganze Unterfangen natürlich länger als gedacht.

Doch ich habe an der Filmakademie die Freiheit erfahren dürfen, meine Idee so umzusetzen, wie ich sie mir vorstellte - darüber bin ich bis heute sehr dankbar und der Aufwand wurde entsprechend entlohnt. Der Film hat Auszeichnungen auf der Siggraph und anderen großen Festivals erhalten und hat mir neben den Festivals viele interessante Erfahrungen und Aufträge beschert. Z. B. durfte ich 2015 in San Francisco an einem Tech-Start-Up mitarbeiten, welches über den Film auf mich gestoßen war. Mein letztes großes Projekt war letztes Jahr Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer - ein Projekt, an dem ich seit Jahren teilhaben wollte und welches auch über Globosome (bzw. eine Konferenz in Wien) zustande kam."