• A-
  • A+

Dezember 2017: Albert Einstein lebt!

Ja, Sie haben richtig gehört. Zurück im Hier und Jetzt startet Albert Einstein eine neue Karriere und ist der Star einer dreiteiligen Miniserie. Darin philosophiert er über das Menschsein, versucht die hohe Kunst der Smartphone-Nutzung zu begreifen und wirft sogar seine gesamte Relativitätstheorie über den Haufen. E=mc² ist Geschichte!

Das neue, digitale Ich von Albert Einstein ist der Mittelpunkt eines Forschungsprogramms des Animationsinstituts, das sich der Frage widmet, wie menschliche Gesichter auf überzeugende Weise digital erzeugt werden können und wie sich diese in den Bereichen Animation, VFX und in den Interaktive Medien einsetzen lassen.

Der Teufel steckt hierbei wie so oft im Detail: Schon kleinste unnatürliche Bewegungen der Mimik des digitalen Gesichts führen die Zuschauerinnen und Zuschauer an einen Punkt, an dem der digitale Darsteller auf den Betrachter zwar realistisch wirkt, die geringen Abweichungen zu echten Menschen jedoch als störend empfunden werden. Die glaubhafte Inszenierung des Gesichtsausdrucks ist somit die zentrale Herausforderung des Forschungsprojekts. Für den vorliegenden Anwendungsfall wurde daher das in der Popkultur beliebte und weithin bekannte Gesicht von Albert Einstein als Untersuchungsobjekt gewählt.

Während der Realfilmaufnahmen wurde Einstein zunächst durch den Schauspieler Ernst Konarek verkörpert. In einem weiteren Schritt wurde sein Gesicht durch das digitale Antlitz des berühmten Physikers ersetzt. Das Resultat lässt sich nun in drei Kurzepisoden bewundern, die im Laufe des Dezembers 2017 auf dem YouTube-Kanal der Abteilung Forschung und Entwicklung des Animationsinstituts erscheinen werden.

Episode 1 „World Formula“: 01.12.17
Episode 2 „Human Being”: 08.12.17
Episode 3 „Smart Phone”: 15.12.17

Basis des Projekts sind bereits in der Vergangenheit durchgeführte Forschungsinitiativen (Facial Animation Toolset) des Animationsinstituts, die weiterentwickelt wurden. Finanziert wird es zum Teil über das Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm (KFS) der MFG Stiftung. Um die Gestaltung von lebensechten digitalen Menschen weiter zu fördern, wird die im Rahmen dieses Projekts entwickelte Maske Anfang 2018 veröffentlicht.

Institutsleiter Prof. Andreas Hykade betont den humanistischen Gedanken, der dem Projekt zugrunde liegt: "Mit der digitalen Darstellung Albert Einsteins hat die Abteilung Forschung und Entwicklung des Animationsinstituts unter der Leitung von Prof. Volker Helzle nicht nur neueste technologische Standards zum Einsatz gebracht, sondern auch eine Ikone der Menschlichkeit wieder zum Leben erweckt."