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November 2017: Nadine Stardust über das Bowie-Tribute "I'm Comin' Home"

Das Musikvideo zu „I’m Comin‘ Home“ ist im Rahmen eines Workshops entstanden, bei dem alle Studierenden des Animationsinstituts mitmachen konnten.

Die Idee für das David Bowie-Tribute kam von Andy DeFries, der den Geist David Bowies mit der Stadt Ludwigsburg verbinden möchte. Er fragte mich, ob ich einen Tribute Song schreiben könne, da ich regelmäßig mit meinem Kommilitonen Helge zusammen eine Jam Session für die Studierenden des Animationsinstituts organisiere. Ich dachte, einen Song in einem bestimmten Stil zu schreiben, sei eine interessante musikalische Herausforderung für mich und eine angenehme Abwechslung zu meiner täglichen Arbeit am Rechner. Ich schrieb ein bisschen drauf los. Glücklicherweise gefiel Andy DeFries mein Song, sodass ich anfangen konnte, die Aufnahmen zu organisieren.

Zur Realisierung des dazugehörigen Musikvideos fragte er Mahmoud Woodmansey, einen Studenten der Technical-Directing-Studienvertiefung, ob es möglich sei, das berühmte Bowie-Makeup in Echtzeit auf die Gesichter der Studierenden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts zu tracken. Mahmoud setzte eine Facetracking-Software ein, welche maschinelles Lernen verwendet, um die markanten Charakteristiken des menschlichen Gesichts zu erkennen. Diese Software ermöglicht es, jede beliebige 3D Maske über das getrackte Gesicht zu legen. Man brauchte also nur eine Webcam und einen aufnahmefähigen PC, um sich in David Bowie zu verwandeln. Zusätzlich schrieb Mahmoud eine Software, mit der der Text des Songs oben auf dem Bildschirm angezeigt und synchron zum Lied abgespielt werden konnte.

Zusammen mit den Studierenden Ella Estrella Ronson, Manuel Ferry und Ziggy Pivetta sowie Flo Mahakim, einem Mitarbeiter aus dem Bereich Filmton des Instituts, spielten wir das Lied ein. Diese großartigen Musiker verliehen dem Song dann noch den letzten Schliff. Danach nahmen Mahmoud und ich die Studierenden sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Animationsinstituts mit einer Kamera auf. Mithilfe der Facetracking-Software konnten die Protagonistinnen und Protagonisten sich selbst auf dem Bildschirm als David Bowie sehen und mit Hilfe des Textes am oberen Bildrand mitsingen.

Nachdem Zoey Binggeser aus der Abteilung Postproduktion das Material zu einem Musikvideo zusammengeschnitten hatte, verteilten wir die einzelnen Abschnitte an andere Studierende, die dann über das Rohmaterial animieren konnten. Es war toll zu sehen, wie die verschiedenen Künstler die Musik interpretierten und in ihren Animationen aufnahmen.

Wir hoffen, wir konnten damit dazu beitragen, den Geist von David Bowie nachhaltig mit Ludwigsburg zu verbinden.