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artistML (AInim)

artistML erforscht die Möglichkeiten, Technologien Künstlicher Intelligenz in Kunst- und Medienproduktionen einzusetzen. Das Projekt vereint audio-reaktive Bildgebung und Image-to-Image Übersetzung durch Conditional Adversarial Networks [Isola et al 2016], die durch handgezeichnete Animationen anerkannter Künstler trainiert sind. Die Einbindung solcher Technologien in künstlerische Prozesse kann eher als künstlerisches Werkzeug denn als Künstlerersatz betrachtet werden.

Künstliche Intelligenz als künstlerisches Werkzeug

Live-Aufführungen werden häufig von bildgestalterischen Elementen begleitet, welche direkt mit den Künstlerinnen und Künstlern auf der Bühne interagieren. Für bestimmte Veranstaltungsorte wird ein ausdrucksstarker und persönlicher Stil einem digitalen Look gegenüber bevorzugt. Es ist jedoch aufgrund des hohen Produktionsaufwandes und der Zeitanforderungen unmöglich, die Ausdruckskraft handgezeichneter Animationen in Live-Umgebungen zu erzielen. Vorproduzierte Inhalte zwingen die Künstlerinnen und Künstler jedoch in bestimmte Zeitfenster und grenzen die künstlerische Freiheit ein. Das Projekt artistML bietet eine Lösung, um durch reaktive Computergrafiken und analoge Ausdruckskraft von handgezeichneten Animationen eine dynamische Synergie aus Sound und Bewegung zu erzielen. Der artistML Prototyp wurde in Zusammenarbeit mit Irina Rubinas Kurzfilm "JazzOrgie" entwickelt. Dieser diente als Basis, um eine flexible audio-reaktive Umgebung zu schaffen, die es schafft, die ursprüngliche Absicht der Künstlerin in ein System zu übersetzen, das eine Interaktion der Nutzer ermöglicht und vollständig durch die Künstlerin kontrolliert werden kann.

Dr. Alexander König: Projekt-Konzept, technische Umsetzung, KI trainiert durch handgezeichnete Animationen von Irina Rubina.